Wurmzucht
 
 
 
 

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www.wurmprofi.de

Mit wenig Aufwand kann man sich eine eigne kleine Wurmnachzucht aufbauen.
Thomas Schlossarek gibt einfache Tipps wies klappt.

 

 

Was wird benötigt:

- einen Eimer mit gutverschließbarem Deckel
- Erde
- Würmer

 

Als Eimer kann ein ausgedienter Gurkeneimer vom Gemüsehändler verwendet werden. Es gehen aber auch andere Plasteimer. Wichtig ist nur, dass er wenigstens 10 Liter Fassungsvermögen hat und mit einem Deckel dicht zu verschließen geht.

Auch ein gut gereinigter Farbeimer kann verwendet werden. Durch die ovale Form lassen sie sich sogar noch leichte übereinander stellen, ohne dass die Luftöffnung zugestellt wird.

 

Da der Eimer mit dem Deckel dicht verschlossen wird, muss in den Deckel ein Loch zum Belüften geschnitten werden. Über das Loch klebt man ein entsprechend großes Stück Gaze. Die Maschen dürfen nur so groß sein, dass kein Wurm hindurch kann.
 

Auf die Unterseite des Deckels kann ein Plastbecher geklebt werden. Bei diesem Becher muss natürlich der Boden abgeschnitten werden.

Mit diesem Becher erschwert man den Würmern zusätzlich den Weg zur Öffnung.

 

Die Erde muss man nicht kaufen, auch einfache Gartenerde und noch besser Komposterde kann verwendet werden. Sie sollte nur nicht zu Lehmhaltig sein.

Wer Erde kauft sollte unbedingt darauf achten, dass keine Düngemittel oder andre chemische Zusätze in der Erde sind. Abgesehen ist die beste Erde auch die preiswerteste.

Der Eimer wird reichlich halb voll mit der Erde gefüllt, damit noch genügend Platz für das Wurmfutter bleibt.

Um später die Würmer besser von der Erde wieder zu trennen, sollte die Erde vorher gesiebt werden.
Mit dem gleichen Sieb können später die Würmer aus der Erde wieder herausgesiebt werden.

Die so erhaltene Erde ist reich an natürlichen Nährstoffen und daher hervorragend für Blumen und Grünpflanzen geeignet.


 
Welche Wurmarten?
 
 
Es gibt die verschiedensten Arten von Würmern, aber nur wenige lassen sich effektiv vermehren. Tauwürmer lassen sich zwar gut aufbewahren, aber nur gering vermehren. Am besten eignen sich Dentrobaena und Mistwürmer. Für einen 10 Litereimer reichen zwei Hände voll, kleiner bis mittelgroße Würmer. Große Würmer haben keine lange Lebenserwartung und können daher kaum für Nachwuchs sorgen.
 

 
Die Nahrung
 
 

Als Nahrung werden vor allem Pflanzliche Abfälle verwendet. Gerade Küchenabfälle, wie Kartoffelschalen, Gemüsereste oder Obst sind gut geeignet. Auf Schalen von Südfrüchten, wie Bananen, Orangen sollte man eher verzichten. Oft sind sie mit Chemikalien besprüht wurden und eignen sich daher nicht.

Die Abfälle immer mit etwas Erde bedecken, da sich sonst sehr schnell Obstfliegen ansiedeln und die sind ganz schön lästig.

 

Ein besonderer Leckerbissen ist gemahlener Kaffee.

Natürlich nach dem
mit ihm Kaffee gekocht wurde.

Diesen Kaffeesatz einfach mit einstreuen und fertig. Die Filtertüten können angefeuchtet auf die Erde gelegt werden und haben dabei gleich zwei Wirkungen. Zum einen sammeln sich ein Teil der Würmer unter diesem Papier und zum zweiten erkennt man schneller, wenn die Erde zu trocken wird. Das Filterpapier sollte immer leicht feucht bleiben.

 

Da die Würmer nicht die frischen Abfälle, sondern erst die schon verwesenen Substanzen fressen, empfiehlt es sich die Abfälle mit Erde zu vermischen und in einen separaten gut verschließbaren Eimer vorzubereiten.

Zerbrochene Eierschalen liefern einen Anteil an Kalk und Kalk ist ein wichtiger Bestandteil für eine gute Humuserde


 
Wie und Wann muss gefüttert werden?
 

Das Erkennen, ob sich die Würmer wohl fühlen ist eigentlich ganz einfach. So lange sie sich wohl fühlen bleiben sie in der Erde, oder unter dem Papier auf der Oberfläche. Sobald die Nahrung fehlt kriechen sie an der Eimerwand herauf und versuchen zu neuen Nahrungsquellen zu gelangen. Dann wird es Zeit die Würmer mal wieder zu füttern.

Was die Temperatur betrifft solle diese zwischen 15° und 25°C liegen. Wird es zu kalt fressen sie kaum und wird es zu warm fühlen sie sich ebenfalls nicht Wohl.

Wer den Mistwurm vermehren will sollte für etwas höhere Temperaturen sorgen.

 

 

Damit die Würmer sich auch schön vermehren können sollte die Erde nicht ständig durchwühlt werden.

Für den normalen Wurmvorrat legt man einfach alte feuchte Kaffeefiltertüten oder Papier von der Küchenrolle auf die Erde. Darunter und auch dazwischen sammeln sich meist genügend unterschiedlich große Würmer.

 

 
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